Die Businesswochen – vom 15.10. bis 28.10.2018

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roland bernhard 16zu9

Herr Landrat Bernhard, für das Zentrum für Digitalisierung Landkreis Böblingen (ZD.BB) ist es dem Landkreis gelungen, eine Million Euro an Fördermitteln von der Landesregierung zu erhalten. Hierzu erstmal herzlichen Glückwunsch. Wie ist es zur der Förderung gekommen?

Die Förderung geht auf die Initiative Wirtschaft 4.0 vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg zurück. Es hat im Jahr 2017 einen Förderaufruf gestartet, der es zum Ziel hatte zehn regionale Digitale Hubs über Baden-Württemberg verteilt zu schaffen. Mit ihnen soll die digitale Innovation im Land vorangebracht werden. Die Digitalen Hubs sind zugleich Erstanlaufstelle für Kleine und Mittelständische Firmen und ein Platz für den Erfahrungsaustausch aller an der Digitalisierung Beteiligter. Hier sollen neue Geschäftsideen entwickelt werden und auch die eine oder andere Gründung entstehen. Als ein starker Automobil- und IT-Standort spielt die Digitalisierung für unseren Landkreis eine wichtige Rolle. Jedoch wird auch das hier stark vertretene verarbeitende Gewerbe überproportional stark von der Digitalisierung betroffen sein. Uns war klar, dass wir uns hier bewerben müssen, um den Standort auch künftig wettbewerbsfähig zu halten.

Was genau sind die Aufgaben des ZD.BB und wo wird es entstehen?

Das ZD.BB wird im Herman Hollerith Zentrum der Hochschule Reutlingen (HHZ) seine zentrale Anlaufstelle haben. Als Lehr- und Forschungsinstitut für den digitalen Wandel verfügt das HHZ bereits über hohen Kompetenzen in diesem Bereich. Im HHZ werden Büro-, Schulungs- und Veranstaltungsräume sowie Labore entstehen. Weitere Räumlichkeiten finden sich an den Standorten der Kooperationspartner.
Das ZD.BB soll den mit der Digitalisierung verbundenen Strukturwandel proaktiv begleiten. Dies beinhaltet die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) aller Branchen, die Qualifizierung von Fachkräften und die Förderung einer digitalen Kultur in der Bevölkerung.

Sie haben von Kooperationspartnern gesprochen. Welche sind dies?

Um die Landesförderung von einer Million Euro zu erhalten, ist es erforderlich einen Eigenanteil in gleicher Höhe zu erbringen. Gleichzeitig war es auch Wunsch des Fördermittelgebers Unternehmen einzubinden. Uns ist es gelungen ein Konsortium zu bilden, das die Vielfalt unserer Wirtschaftskraft abbildet. Die weiteren Partner sind: das Softwarezentrum Böblingen/Sindelfingen e.V., die IBM Deutschland GmbH, die Star Cooperation, die LGI Deutschland GmbH, das Coworking Space Herrenberg, die Fachkräfteallianz Region Stuttgart, die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, die Stadt Böblingen, die Stadt Sindelfingen, die Stadt Leonberg, die Stadt Herrenberg, die Kreishandwerkerschaft Böblingen, die START HAW, die Universität Stuttgart sowie die IHK Region Stuttgart –Bezirkskammer Böblingen. Zudem kam das HHZ früh auf uns mit der Idee zu, im Landkreis ein solches Zentrum einzurichten. Gemeinsam ist es uns dann gelungen, die eine Million bereitzustellen.

Wann kommt das Hub?

Das Antragsverfahren war zweistufig. In der ersten Stufe haben wir die Projektskizze im November 2017 eingereicht. Diese Skizze wurde vom Wirtschaftsministerium im Februar 2018 beim „Digitalgipfel 2018“ in Stuttgart als erfolgreiches Konzept für ein Digital Hub prämiert. In der zweiten Stufe haben wir das Konzept finalisiert und den Antrag im August 2018 beim Ministerium eingereicht. Wir sind zuversichtlich, dass das ZD.BB spätestens Anfang 2019 an den Start gehen wird.

Welche Digitalisierungsprojekte stehen in der nächsten Zeit für die Region an?

Das Thema Digitalisierung hat bei uns hohe Priorität. Wir haben für die Wirtschaftsförderung die Stelle einer Digitalisierungsmanagerin geschaffen, die als Brücke zwischen Unternehmen und ZD.BB dienen soll.
Gleichzeitig wird bei uns auch das Thema des Glasfaserausbaus angegangen. Leistungsfähige Glasfaserleitungen bis in jedes Haus und jeden Betrieb sind die Grundlage aller digitalen Anwendungen und künftig einer der entscheidenden Standortfaktoren für die Attraktivität von Regionen, Landkreisen und Kommunen. Dazu haben die Landkreise der Region, die Landeshauptstadt Stuttgart und die Region gemeinsam mit der Deutschen Telekom Ihre Absicht erklärt, bis 2030 insgesamt 1,6 Milliarden Euro zu investieren.
Zukünftig liegt der Fokus neben der Unterstützung von KMU auf der Gestaltung einer digitalen Zukunftsregion. Dafür hatte sich der Landkreis um die Förderung bei der Digitale Zukunftskommune@bw beworben und den Zuschlag für ein Projekt bekommen, mit dem die intelligente Mobilität gefördert werden soll.

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